Stellt euch vor, die Köpfe hinter Metal Gear Solid und Call of Duty hätten gemeinsame Sache gemacht! Genau das stand vor vielen Jahren tatsächlich im Raum. Bei der DICE 2026 Konferenz, wo man sich an den viel zu früh verstorbenen Vince Zampella erinnerte, plauderte Hideo Kojima aus dem Nähkästchen über eine wahnsinnige Idee.

Der Visionär hinter Snake und Co. erzählte von intensiven Gesprächen mit Zampella, dem Mann, der Infinity Ward mitbegründete und später Respawn Entertainment aus dem Boden stampfte. Und in diesen Gesprächen ging es um nicht weniger als ein First-Person-Shooter im Metal Gear-Universum. Ja, ihr habt richtig gehört: Ein Metal Gear als FPS war ernsthaft ein Thema!

Die geheimen Gespräche nach MGS4

Die Story klingt wie aus einem Spionageroman: Nach dem Release von Metal Gear Solid 4 im Jahr 2008 trafen sich Hideo Kojima und Vince Zampella. Zampella war damals noch bei Infinity Ward und hatte gerade mit Call of Duty einen Mega-Hype ausgelöst. Doch er plante schon seinen Abschied, um 2010 zusammen mit Jason West Respawn Entertainment zu gründen.

Genau in dieser spannenden Phase, als Respawn noch in den Kinderschuhen steckte, kam die Idee auf den Tisch: Ein Metal Gear-Spiel aus der First-Person-Perspektive. Man hat das nicht nur mal kurz im Flur besprochen, sondern ernsthaft über die Machbarkeit eines solchen Crossovers nachgedacht. Was für ein Mindfuck!

Entwickler Fokus Bekannte Titel
Hideo Kojima Stealth-Action, Storytelling Metal Gear Solid, Death Stranding
Vince Zampella First-Person-Shooter, Multiplayer Call of Duty, Titanfall, Apex Legends

Warum das für uns Gamer so krass gewesen wäre

Man muss sich das mal vorstellen: Die Stealth-Meisterleistung von Kojima, kombiniert mit der knallharten FPS-Expertise von Zampella! Das hätte das Metal Gear-Universum komplett auf den Kopf gestellt und eine ganz neue Art von Spielerlebnis geschaffen. Zampella war nicht nur irgendein Entwickler; er war einer der Architekten des modernen FPS-Genres.

Sein Einfluss reicht weit über Infinity Ward hinaus. Viele der Mechaniken und Designphilosophien, die wir heute in unseren Lieblingsshootern sehen, gehen auf seine Arbeit zurück. Es ist kein Zufall, dass Kojima ihn so hoch schätzte und sogar für Ratschläge zum Aufbau seines eigenen Studios kontaktierte.

  • Co-Creator von Call of Duty und Modern Warfare
  • Gründer von Respawn Entertainment
  • Verantwortlich für Titanfall und Apex Legends
  • Zuletzt am Steuer von Battlefield 6

Wie hätte ein Metal Gear FPS ausgesehen?

Die Vorstellung ist wild: Snake oder Raiden aus der Ego-Perspektive durch Schatten schleichen, CQC-Moves aus der ersten Person ausführen oder mit einem FPV-Cyborg-Ninja gegen gigantische Metal Gears kämpfen. Wäre es ein taktischer Shooter mit Stealth-Elementen geworden, oder doch eher ein actiongeladenes Spektakel á la Call of Duty, nur eben mit Kojima-Story und -Charakteren?

Zampellas Expertise hätte sichergestellt, dass das Gunplay sitzt wie eine Eins. Aber wie hätte man die typischen Metal Gear-Elemente wie das Codec-System, die epischen Zwischensequenzen oder die verrückten Bosskämpfe in ein FPS-Format übersetzt? Das wäre eine riesige kreative Herausforderung gewesen, die aber auch unglaubliches Potenzial geborgen hätte.

Mehr als nur eine Schnapsidee

Es war keine bloße Spinnerei am Rande, sondern eine ernsthafte Überlegung in einer entscheidenden Phase der Spieleentwicklung beider Studios. Auch wenn das Projekt nie das Licht der Welt erblickte, zeigt es, wie sehr diese beiden Giganten die Branche prägen wollten und wie offen sie für neue Wege waren.

Kojima selbst suchte später, als er sein eigenes Studio Kojima Productions gründete, den Rat von Zampella. Er wollte von dessen Erfahrungen beim Aufbau von Respawn lernen und nutzte Zampellas Wissen, um seine eigene Vision zu verwirklichen. Kojima betonte sogar, dass die Spieleindustrie ohne Vince Zampella nicht da wäre, wo sie heute ist – ein echtes Testament seiner Bedeutung.

Auch wenn dieser Traum vom Metal Gear FPS nie Wirklichkeit wurde, bleibt die Vorstellung ein faszinierendes "Was wäre wenn?" in der Gaming-Geschichte. Es erinnert uns daran, wie viele großartige Ideen manchmal nur knapp an uns vorbeischrammen. Vince Zampella mag nicht mehr unter uns sein, aber sein Vermächtnis und sein Einfluss auf die Spielewelt sind unbestreitbar und werden für immer weiterleben.